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Masturbation - Mythen und Wissenschaft. Der GUIDE

Masturbation – Der ultimative Guide für Mann & Frau

Masturbation ist eine der häufigsten sexuellen Praktiken weltweit – und gleichzeitig eines der am stärksten tabuisierten Themen. Dabei zeigt die moderne Sexualmedizin: Selbstbefriedigung ist nicht nur völlig normal, sie hat nachweislich gesundheitliche Vorteile. In diesem Guide erfährst du alles, was du über Masturbation wirklich wissen musst – wissenschaftlich fundiert, ohne Mythen, ohne Scham.

📊 Masturbation in Zahlen – Fakten auf einen Blick

93%
der Männer masturbieren regelmäßig
(Kinsey-Institut, 2016)
84%
der Frauen praktizieren Selbstbefriedigung
(TENGA, 2023)
33%
weniger Prostatakrebs-Risiko bei 21× Ejakulation/Monat
(Harvard, 2016)
107%
höhere Schmerzschwelle nach dem Orgasmus
(Rutgers Univ., 2013)
5 min
bis das Stresshormon Cortisol messbar sinkt
nach dem Orgasmus
156×
masturbieren deutsche Männer im Schnitt pro Jahr
Ø-Wert Umfragen DE

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Masturbation? Definition & Grundlagen
  2. 12 wissenschaftlich belegte Gesundheitsvorteile
  3. Masturbation beim Mann – Techniken & Anatomie
  4. Masturbation bei der Frau – Techniken & Anatomie
  5. Was passiert im Körper? Hormone & Gehirn
  6. 10 Mythen über Masturbation – wissenschaftlich widerlegt
  7. Masturbation in der Beziehung
  8. Wann wird Masturbation zum Problem?
  9. Sexspielzeug & Hilfsmittel
  10. Häufige Fragen (FAQ)

Was ist Masturbation? Definition, Begriffe & Geschichte

Masturbation bezeichnet die sexuelle Selbststimulation der Genitalien oder anderer erogener Zonen mit dem Ziel sexueller Erregung oder eines Orgasmus – mit oder ohne Hilfsmittel. Der Begriff leitet sich vom lateinischen manus (Hand) und stuprare (entheiligen) ab, was den historisch moralischen Beigeschmack erklärt.

Weitere Begriffe: Selbstbefriedigung, Onanieren, Wichsen, Solo-Sex, Masturbieren. All diese Begriffe bezeichnen dasselbe natürliche Verhalten.

🕰️ Geschichte der Masturbation – Von der Tabuisierung zur Aufklärung

3000
v.Chr.
Antike Hochkulturen

Erste Darstellungen in sumerischen und ägyptischen Schriften – Masturbation des Gottes Atum als schöpferischer Akt der Welterschaffung.

1760
Moralpanik & Fehlinformation

Arzt Samuel Tissot veröffentlicht „L'Onanisme" – behauptet fälschlicherweise, Masturbation verursache Blindheit und Wahnsinn. Prägte Generationen.

1948
Wissenschaftliche Wende

Alfred Kinsey veröffentlicht erste wissenschaftliche Sexualstudie – Masturbation als universell verbreitetes Normalverhalten erstmals belegt.

1994
Politischer Skandal

US-Surgeon General Dr. Joycelyn Elders wird entlassen, nachdem sie Masturbation als gesunde Alternative empfahl – weltweiter Mediendiskurs entbrannte.

2016
Harvard-Durchbruch

Harvard-Studie (n=31.925): Regelmäßige Ejakulation senkt Prostatakrebsrisiko signifikant – Masturbation erstmals als Gesundheitsprävention anerkannt.

Heute
Gesellschaftliche Normalisierung

WHO und BZgA: Masturbation als natürlicher Teil gesunder Sexualität. Enttabuisierung in Deutschland nimmt zu – gesellschaftliche Scham bleibt aber ein Thema.

12 wissenschaftlich belegte Gesundheitsvorteile von Masturbation

Die Sexualmedizin hat in den letzten Jahrzehnten bahnbrechende Erkenntnisse gewonnen. Hier sind die am besten belegten Vorteile – mit Quellenangaben:

😴
1. Besserer Schlaf

Orgasmus setzt Prolaktin & Oxytocin frei – schlafinduzierende Hormone. Klinisch messbar: schnelleres Einschlafen, tieferer Schlaf.

🧘
2. Stressabbau

Cortisol sinkt messbar nach dem Orgasmus. Endorphine & Dopamin steigen – identischer Mechanismus wie Sport.

🛡️
3. Immunsystem stärken

Studie 2004: Masturbation erhöht IgA-Antikörper messbar. Regelmäßige sexuelle Aktivität korreliert mit besserer Immunfunktion.

❤️
4. Herz-Kreislauf-Training

Puls erreicht beim Orgasmus 130–180 bpm – vergleichbar mit leichtem Sport. Positiver Effekt auf Herzgesundheit.

🔬
5. Prostataschutz (Männer)

Harvard 2016 (n=31.925): 21+ Ejakulationen/Monat → 33 % weniger Prostatakrebs-Risiko. Gilt unabhängig ob Sex oder Masturbation.

💊
6. Schmerzlinderung

Orgasmus erhöht die Schmerzschwelle um bis zu 107 % (Rutgers, 2013). Endorphin-Ausschüttung wirkt wie ein natürliches Schmerzmittel.

🌸
7. Menstruationsschmerzen (Frauen)

Orgasmus-Kontraktionen helfen, Gebärmutterkrämpfe zu lösen und Prostaglandine zu reduzieren – messbare Schmerzreduktion.

💪
8. Beckenbodenstärkung (Frauen)

Regelmäßige Orgasmen trainieren die Beckenbodenmuskulatur – reduziert Harninkontinenz und verbessert sexuelle Empfindlichkeit.

🧬
9. Spermaqualität (Männer)

Regelmäßige Ejakulation (alle 2–3 Tage) verbessert Spermienmotilität und reduziert DNA-Fragmentierung – relevant bei Kinderwunsch.

🌟
10. Selbstbewusstsein

Wer den eigenen Körper kennt, kommuniziert Bedürfnisse besser mit Partnern. Masturbation erhöht nachweislich sexuelle Zufriedenheit in Beziehungen.

🌿
11. Wechseljahre (Frauen)

Regelmäßige sexuelle Aktivität erhält die vaginale Durchblutung & Elastizität und lindert Wechseljahrsbeschwerden nachweislich.

🧠
12. Psychische Gesundheit

JAMA 2022: Selbstbefriedigung ohne Scham reduziert Angstsymptome. Masturbation ohne Schuldgefühle korreliert mit besserer mentaler Gesundheit.

Quellen: Harvard Medical School (2016), Rutgers University (2013), Kinsey Institute (2016), TENGA Global Self-Pleasure Report (2023), Journal of Sexual Medicine (2022), BZgA-Studie zur Sexualaufklärung in Deutschland

Masturbation beim Mann – Anatomie & Techniken

Die männliche Sexualanatomie bietet mehr erogene Zonen als vielen bewusst ist. Wer sie kennt, erlebt intensivere Orgasmen und versteht den eigenen Körper besser.

Die erogenen Zonen des Mannes

♂ Die 5 wichtigsten männlichen erogenen Zonen

1
Eichel (Glans penis)

Hochsensibler Bereich mit über 4.000 Nervenenden. Das Frenulum (Bändchen auf der Unterseite) ist die empfindlichste Einzelzone des männlichen Körpers.

2
Penisschaft

Der Schaft enthält 3 Schwellkörper. Verschiedene Drucktechniken und Griffvariationen stimulieren unterschiedliche Nervenenden für vielfältigere Empfindungen.

3
Hodensack (Skrotum)

Wird oft vergessen – ist aber hochsensibel. Sanftes Massieren, leichtes Ziehen oder Wärme intensivieren das Erlebnis erheblich.

4
Prostata (P-Punkt / männlicher G-Punkt) ⭐

Ca. 7–10 cm im Rektum Richtung Bauch. Stimuliert via Finger oder Prostatavibrator. Führt zu deutlich intensiveren Orgasmen – wissenschaftlich belegt.

5
Perineum (Damm)

Der Bereich zwischen Hodensack und After. Enthält den Nervus pudendus – Druck auf diesen Bereich intensiviert Orgasmen von außen, ohne Penetration.

Techniken für intensivere Orgasmen

1. Die klassische Technik (Overhand Grip): Hand umschließt den Schaft, rhythmische Auf- und Abbewegung. Variiere Tempo, Druck und Griffweite. Fokus auf das Frenulum beim Aufwärtshub erhöht die Intensität.

2. Die Edging-Technik (Orgasmus-Kontrolle): Kurz vor dem Orgasmus pausieren, Erregung abklingen lassen, dann erneut steigern. Nach 3–5 Zyklen resultiert der finale Orgasmus in deutlich stärkeren Kontraktionen. Wissenschaftlicher Hintergrund: verlängerte Dopamin-Akkumulation.

3. Prostata-Stimulation: Finger mit Gleitmittel einführen, ca. 7 cm, in Richtung Bauch. Die Prostata fühlt sich an wie ein walnussgroßes, leicht erhöhtes Gewebe. Kreisende oder klopfende Bewegungen. Einfacher mit einem Prostatavibrator – speziell für diese Zone geformt.

4. Non-dominant Hand: Die nicht-dominante Hand verwenden. Fremdartigeres Gefühl reduziert Gewöhnungseffekte und steigert die Intensität – besonders effektiv nach langer Routine.

5. Masturbator verwenden: Blowjob-Masturbatoren und Masturbator-Torsos simulieren Penetrationsgefühl realistisch – mit Textur, Wärme und Sog. Weit intensiver als die Hand allein.

Wichtig: Gleitmittel verwenden

Trockene Masturbation kann Haut reizen und über Zeit zu verringerter Sensibilität führen (sog. „Death Grip" – Taubheitsgefühl durch zu festen, trockenen Griff). Gleitmittel auf Wasserbasis sind hautfreundlich, sicher mit Latex und mit den meisten Toys kompatibel.

Masturbation bei der Frau – Anatomie & Techniken

Studien zeigen: Der Orgasmus-Gap ist real. Beim Geschlechtsverkehr kommen Frauen nur in ca. 25 % der Fälle zum Orgasmus – allein durch Penetration. Beim Masturbieren steigt diese Quote auf über 80 %. Masturbation ist für Frauen der direkteste Weg, den eigenen Körper zu verstehen und Orgasmen zuverlässig zu erleben.

Die weibliche Anatomie – was du wissen solltest

♀ Die 5 wichtigsten weiblichen erogenen Zonen

1
Klitoris ⭐

Über 8.000 Nervenendigungen – doppelt so viele wie die männliche Eichel. Nur die Klitoriseichel ist sichtbar; das Gesamtorgan ist ca. 10 cm groß und verläuft beidseitig unter der Schambehaarung.

2
G-Punkt (Gräfenberg-Zone)

Ca. 5–8 cm an der Vorderwand der Vagina, ertastbar als leicht geriffeltes Gewebe. Bei Stimulation (Komm-her-Bewegung) intensiver Orgasmus möglich.

3
Innere Schamlippen (Labia minora)

Extrem sensibles Gewebe, das bei Erregung anschwillt. Sanftes Kneten und Streichen steigert die Durchblutung des gesamten Bereichs erheblich.

4
Vaginalwand (anterior) – Skene-Drüsen

Die Vorderwand enthält die Skene-Drüsen (weibliche Prostata) – verantwortlich für weibliche Ejakulation (Squirting).

5
Brustwarzen

fMRI-Studien (Rutgers 2011) zeigen: Brustwarzen-Stimulation aktiviert denselben Gehirnbereich wie Genital-Stimulation. Bei manchen Frauen alleiniger Orgasmus-Trigger.

Techniken für Frauen

1. Klitoris-Stimulation: Mit Zeige- und Mittelfinger kreisende, auf-und-ab oder seitlich streichende Bewegungen über die Klitoriseichel. Direkte Berührung kann zu intensiv sein – viele Frauen bevorzugen Stimulation durch die Klitorisvorhaut. Starte sanft, steigere den Druck langsam.

2. Klitorisvibrator: Der effektivste Weg für schnelle, intensive Orgasmen. Klitorisvibratoren sind speziell für externe Stimulation geformt. Druckwellen-Vibratoren nutzen Luftdruck statt Vibration – für viele Frauen noch intensiver, da das gesamte Klitorisgewebe stimuliert wird.

3. G-Punkt-Stimulation: Finger ca. 5–8 cm in die Vagina einführen, Komm-her-Bewegung gegen die Vorderwand. Oder mit einem G-Punkt-Vibrator – der Winkel ist oft effektiver als mit dem Finger allein.

4. Kombinierter Orgasmus: Gleichzeitige Klitoris- und G-Punkt-Stimulation. Möglich mit einem Rabbit-Vibrator (beide Zonen gleichzeitig) – oft als intensivster Orgasmustyp beschrieben.

5. Edging: Kurz vor dem Orgasmus pausieren – funktioniert für Frauen genauso wie für Männer und führt zu intensiveren, länger anhaltenden Orgasmen.

Was passiert im Körper? Hormone & Gehirn während der Masturbation

🧪 Was passiert im Körper? Hormone beim Orgasmus

Hormon / Neurotransmitter Zeitpunkt Wirkung
🎯 Dopamin Bei Erregung – steigt kontinuierlich Belohnungs- und Motivationsgefühl, Antrieb zum Weitermachen
Noradrenalin Beim Aufbau der Erregung Erhöht Herzfrequenz, steigert Wachheit und Fokus
🤗 Oxytocin Beim und nach dem Orgasmus „Kuschelhormon" – Entspannung, Bindungsgefühl, tiefes Wohlbehagen
😴 Prolaktin Nach dem Orgasmus Auslöser der Refraktärphase – erklärt die Schläfrigkeit danach
🏃 Endorphine Beim Höhepunkt Natürliche Schmerzhemmung, Euphorie-Gefühl (wie nach dem Sport)
😊 Serotonin Nach dem Orgasmus Stimmungsaufhellung, Zufriedenheit, unterstützt Schlafeinleitung
📉 Cortisol (sinkt) Fällt nach dem Orgasmus Stressreduktion – nachweislich messbar innerhalb von 5–10 Minuten

Interessant: Das Gehirn unterscheidet neurochemisch kaum zwischen einem Orgasmus durch Masturbation und einem durch Sex mit Partner. Die positiven Effekte sind in beiden Fällen vergleichbar.

10 Mythen über Masturbation – wissenschaftlich widerlegt

Mythos #1

Masturbation macht blind oder verursacht Akne

Wissenschaftlicher Fakt

Medizinisch vollständig widerlegt. Entstammt moralischer Propaganda des 18. Jahrhunderts (Tissot, 1760) – kein einziger wissenschaftlicher Beleg existiert.

Mythos #2

Zu viel Masturbation senkt den Testosteronspiegel

Wissenschaftlicher Fakt

Keine einzige Studie konnte diesen Zusammenhang belegen. Kurzzeitig kann Testosteron bei Abstinenz leicht ansteigen, kehrt aber schnell zum Normalwert zurück.

Mythos #3

Masturbation schadet der Fruchtbarkeit

Wissenschaftlicher Fakt

Das Gegenteil ist belegt: Regelmäßige Ejakulation (alle 2–3 Tage) verbessert die Spermienqualität und reduziert DNA-Schäden an Spermien signifikant.

Mythos #4

Masturbation ist nur was für Singles

Wissenschaftlicher Fakt

TENGA Report 2023: 74 % der Menschen in festen Beziehungen masturbieren regelmäßig. Selbstbefriedigung ergänzt, ersetzt aber keinen Partnersex.

Mythos #5

Frauen masturbieren kaum

Wissenschaftlicher Fakt

84 % der Frauen praktizieren Selbstbefriedigung (TENGA, 2023). Frauen sprechen seltener darüber – das gesellschaftliche Tabu ist stärker, nicht die Praxis geringer.

Mythos #6

Vibratoren machen „abstumpft" – echter Sex fühlt sich weniger gut an

Wissenschaftlicher Fakt

Kein wissenschaftlicher Beleg. Studien zeigen das Gegenteil: Frauen, die Vibratoren nutzen, berichten von besserer sexueller Funktion und höherer Zufriedenheit.

Mythos #7

Masturbation ist unmoralisch / sündhaft

Wissenschaftlicher Fakt

Moralische Bewertung ist individuell. Aus medizinischer und psychologischer Sicht: vollständig unbedenklich, wenn ohne Zwang und Schuldgefühle praktiziert.

Mythos #8

Zu viel Masturbation führt zu Impotenz

Wissenschaftlicher Fakt

Keine Evidenz. Erektile Dysfunktion hat hormonelle, vaskuläre oder psychologische Ursachen – nicht die Masturbationshäufigkeit.

Masturbation in der Beziehung – Chance statt Bedrohung

Viele Partner fühlen sich unwohl, wenn sie erfahren, dass ihr Partner masturbiert. Dabei zeigt die Forschung: Selbstbefriedigung in einer Beziehung ist ein Zeichen gesunder Sexualität, kein Anzeichen für Unzufriedenheit.

Gemeinsames Masturbieren als Paar

Gegenseitiges Masturbieren ist eine der effektivsten Methoden, um dem Partner ohne Worte zu zeigen, was einem gefällt. Es schafft Intimität, baut Hemmungen ab und verbessert nachweislich die Qualität des gemeinsamen Sexlebens. Laut einer Studie des Journal of Sex Research (2019) berichten Paare, die auch getrennt masturbieren, von höherer sexueller Zufriedenheit als Paare ohne diese Praxis.

Wann kann Masturbation zum Beziehungsproblem werden?

Kritisch wird es, wenn Masturbation konsistent Sex mit dem Partner ersetzt und der Partner das als Ablehnung erlebt. In diesen Fällen ist offene Kommunikation der erste Schritt – nicht Schuldgefühle.

Wann wird Masturbation exzessiv? Anzeichen & Hilfe

Masturbation ist dann problematisch, wenn sie alltägliche Verpflichtungen beeinträchtigt, zu körperlichen Verletzungen führt oder mit starken Scham- und Kontrollverlust-Gefühlen verbunden ist.

Anzeichen, dass professionelle Hilfe sinnvoll wäre:

  • Masturbation trotz Schmerzen oder körperlicher Reizung
  • Sozialer Rückzug zugunsten von Masturbation
  • Berufliche oder schulische Beeinträchtigung
  • Unfähigkeit aufzuhören, obwohl man es möchte
  • Starke Scham- und Schuldgefühle nach jeder Selbstbefriedigung

Anlaufstellen in Deutschland: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Sexualtherapeuten der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS).

Sexspielzeug & Hilfsmittel für intensivere Erlebnisse

Toys können Masturbation erheblich intensivieren – vorausgesetzt, sie sind auf die eigene Anatomie abgestimmt und aus körpersicheren Materialien.

Für Männer empfohlen

Für Frauen empfohlen

  • Druckwellen-Vibrator – Stimuliert die gesamte Klitoris via Luftdruck, führt bei den meisten Frauen zu schnellen, intensiven Orgasmen
  • Rabbit-Vibrator – Gleichzeitige Klitoris- und G-Punkt-Stimulation für kombinierten Orgasmus
  • G-Punkt-Vibrator – Speziell geformter Vibrator für die Vorderwand der Vagina
  • Liebeskugeln – Trainieren den Beckenboden und steigern die Empfindlichkeit langfristig

Gleitmittel – unverzichtbar

Gleitmittel auf Wasserbasis sind universell einsetzbar – mit Toys, bei Penetration und bei der Selbstbefriedigung. Gleitmittel-Auswahl bei marielove

Häufige Fragen zur Masturbation (FAQ)

Wie oft ist Masturbation normal?

Es gibt keine medizinisch definierte normale Häufigkeit. Die Spannbreite reicht von nie bis mehrmals täglich. Entscheidend ist: Masturbation sollte keine Schmerzen verursachen, den Alltag nicht beeinträchtigen und nicht mit unkontrollierbaren Schuldgefühlen verbunden sein. Alles andere gilt als individuell normal.

Senkt Masturbation den Testosteronspiegel?

Nein. Keine Studie konnte einen dauerhaften negativen Einfluss auf den Testosteronspiegel belegen. Ein kurzer, temporärer Anstieg nach 7 Tagen Abstinenz (ca. 145 %) wurde einmal gemessen – kehrt aber innerhalb von Tagen zum Ausgangswert zurück.

Ist Masturbation in der Schwangerschaft sicher?

Bei normaler Schwangerschaft ohne Risikofaktoren ist Masturbation unbedenklich. Bei Risikoschwangerschaften, vorzeitigen Wehen oder anderen Komplikationen sollte die behandelnde Ärztin oder der Arzt befragt werden.

Kann Masturbation zu frühzeitiger Ejakulation führen?

Bewusstes Trainieren mit der Edging-Technik hilft vielen Männern, den Orgasmus besser zu kontrollieren. Masturbation mit sehr hohem Tempo kann jedoch bei manchen Männern die Empfindlichkeitsschwelle verändern.

Was ist das Death Grip Syndrome?

Ein Konditionierungseffekt durch sehr festes, trockenes Masturbieren: Die Nervenenden im Penis gewöhnen sich an intensiveren Druck als beim Geschlechtsverkehr, was zu verringerter Empfindlichkeit führen kann. Lösung: Lockererer Griff, Gleitmittel verwenden, Techniken variieren.

Ist Masturbation bei älteren Menschen gesund?

Ja – besonders für Frauen in den Wechseljahren und danach. Regelmäßige sexuelle Aktivität erhält die Durchblutung der Vaginalwand, beugt vaginaler Atrophie vor und trägt zur mentalen Gesundheit und Lebensqualität bei. Mediziner empfehlen es ausdrücklich.

Kann Masturbation helfen, besser zu schlafen?

Ja. Orgasmen setzen Prolaktin und Serotonin frei – beide Hormone fördern Schläfrigkeit und tiefen Schlaf. Für Menschen mit leichten Schlafproblemen kann Masturbation vor dem Schlafen eine natürliche, nebenwirkungsfreie Alternative sein.

Was ist der Unterschied zwischen Klitoris- und G-Punkt-Orgasmus?

Klitoris-Orgasmen entstehen durch externe Stimulation und werden oft als intensiv und kurzlebig beschrieben. G-Punkt-Orgasmen fühlen sich tiefer und länger anhaltend an und gehen häufiger mit weiblicher Ejakulation einher. Beide können durch Masturbation gezielt erlebt werden.

✅ Fazit: Masturbation ist gesund, normal und individuell

Masturbation ist eine der natürlichsten menschlichen Verhaltensweisen – belegt in jeder Kultur und Altersgruppe. Die moderne Wissenschaft hat die Mythen der Vergangenheit klar widerlegt und zeigt stattdessen: Selbstbefriedigung hat messbare Vorteile für körperliche und psychische Gesundheit, stärkt das Körperbewusstsein und kann die Qualität sexueller Beziehungen verbessern.

Das Einzige, was wirklich zählt: Dein Wohlbefinden. Masturbiere so oft oder so selten du möchtest, ohne Druck, ohne Scham, ohne Vergleich.

📚 Wissenschaftliche Quellen
  1. Rider JR et al. (2016): Ejaculation Frequency and Risk of Prostate Cancer. European Urology. DOI: 10.1016/j.eururo.2016.03.027
  2. Komisaruk BR et al. (2011): Women's clitoris, vagina, and cervix mapped on the sensory cortex. Journal of Sexual Medicine. DOI: 10.1111/j.1743-6109.2011.02388.x
  3. Herbenick D et al. (2010): Sexual Behavior in the United States. Journal of Sexual Medicine. DOI: 10.1111/j.1743-6109.2010.02020.x
  4. TENGA Global Self-Pleasure Report (2023). Repräsentative Umfrage in 13 Ländern, n=13.000+
  5. Kinsey Institute (2016): National Survey of Sexual Health and Behavior. Indiana University.
  6. BZgA (2021): Jugendsexualität – Repräsentative Wiederholungsbefragung. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln.
  7. Rosen RC et al. (2019): Masturbation and sexual satisfaction in relationships. Journal of Sex Research. DOI: 10.1080/00224499.2018.1484675